Senioren: Fahrt nach Neuenmarkt- Wirsberg am 19.09.2018

Nicht nur für Freunde alter Dampflokomotiven war die Halbtagesfahrt der Senioren zum Dampflok-Museum nach Neuenmarkt-Wirsberg ein Erlebnis. 48 reiselustige Ausflügler aus der Pfarrei begrüßte Johanna Laumer im Bus auf der Fahrt in das Frankenland und dankte Xaver Spies für die gute Organisation der Reise, die alle bei herrlichem Spätsommer-Wetter genossen. Am frühen Nachmittag war das 1. Ziel erreicht, die Katholische Autobahnkirche St. Christophorus in Himmelkron, in der Nähe des Autobahn-Dreiecks Bayreuth/Kulmbach. Die Kirche wurde 1998 gebaut und im hellen, hohen Kirchenraum fiel den Besuchern besonders das bunt gestaltete Altarbild und eine Figur des Hl. Christoporus ins Auge. Hier war etwas Zeit zum Verweilen im Gebet eingeplant und gemeinsam mit Pater Mejo, der die Gruppe begleitete, stimmten alle ein Marienlied an.

Zu einer Kaffeepause mit großem Kuchenangebot ging es für die Senioren anschließend in das Landwirtshaus Frankenfarm mit angeschlossenem Hofladen. Nicht mehr weit war es dann in das Dampflok-Museum nach Neuenmarkt-Wirsberg mit dem Herzstück des Museums, dem Ringlokschuppen mit Drehscheibe und mehr als 30 historischen Dampfloks im Depot. Während einer 11/2 stündigen Führung fühlten sich viele Teilnehmer der Reisegruppe in die gute alte Zeit der »Dampfrösser« zurückversetzt. Ein Meilenstein in der Geschichte, so erfuhr man während des Rundgangs, war die Fahrt der 1. Deutschen Eisenbahn des »Adler« im Jahr 1835 von Nürnberg nach Fürth. Bereits im Jahr 1840 entstand in Neuenmarkt-Wirsberg die erste Bahnstation. Mit der Ausmusterung der Dampfloks bis 1977 durch die Deutsche Bahn gründete sich dort eine Privat-Initiative, die zu Schrottpreisen alte Loks von der Bahn erstanden hat, darunter u.a. den einmannbetriebenen »Spalter Bockl«, Schiebeloks, die auf der nahen »Schiefen Ebene« eingesetzt wurden, einen Salonspeisewagen der Deutschen Reichsbahn aus dem Jahr 1937 und die große Dampflok der Reihe 10001 mit 2500 PS, bis zu 140 Kilometer Höchstgeschwindigkeit und die letzte ihrer Bauart. Beeindruckt waren die Senioren auch vom Besuch eines Führerstandes, hier konnten die interessierten Besucher nachvollziehen, welch harte Arbeit von Lokführer und Heizer zum Betrieb der Dampfloks nötig war. In 2 Minuten musste 1 Zentner Kohlen verschaufelt werden. Zum Schluß bestand noch die Möglichkeit, eine Modellbahnanlage, einen alten Fahrkartenschalter, diverse Uniformen und viele andere Exponate zu besichtigen. Mit vielen schönen Eindrücken verließen die Senioren die Welt der Dampflokomotiven.

Eine gemütliche Einkehr im Landgasthof Imhof in Speichersdorf beendete den schönen Ausflug.





Text + Bilder: Gaby Narozny
2. Oktober 2018