KAB: Besuch im Geschichtspark Bärnau-Tachov - 15.07.2012

KAB St. Konrad zu Besuch im Geschichtspark Bärnau-Tachov

42 Erwachsene und 7 Kinder der KAB St. Konrad besuchten unter der Leitung ihres Vorsitzenden Herbert Ditz, den neuen Geschichtspark Bärnau – direkt in der Mitte der Goldenen Straße von Nürnberg nach Prag.

Begleitet von zwei Führern, begab man sich auf eine faszinierende Zeitreise in den Alltag des 9. bis 13. Jahrhunderts – in ein slawisches Dorf, welches im authentischen historischen Stil, ohne neuzeitliche Hilfsmittel wie Metallnägel und Spax, errichtet wurde.

Hausformen, wie sie seit Jahrhunderten überliefert sind, bilden einen harmonischen Weiler, eingebunden in die wellige Landschaft der kleinen Flussniederungen nahe dem Teich, mit Viehhaltung und Ackerbau und einer Turmhügelburg – der sogenannten Motte. Der seltsame Name der kleinen Sicherungsburg wurde aus dem französischen übernommen, wo diese Form „Chateau a la Motte“, also „Burg auf einem Hügel genannt wurde. Hier brachten die Normannen diese Bautechnik zur Blüte. Ohne es zu wissen, bauten unsere Vorfahren schon Öko-Häuser, voll kompostierbar und recycelfähig. Sie beherrschten die Zimmermannstechnik perfekt, da schon seit Jahrtausenden mit Holz und Stroh gearbeitet wurde.
Museumsführer Alois Meindl, vom Trägerverein Via Carolina e.V., schaffte es durch sein Wissen und durch seine Erzählungen aus dem Mittelalter die Zuhörer in seiner Gruppe zu begeistern.

Abschließend kehrten die Ausflügler ins Hotel Igel zu Kaffee, Kuchen und Brotzeit ein. Beim traditionellen Ratequiz siegte die erst siebenjährige Paula Grötsch. Den zweiten und dritten Preis erhielten Gisela und Karl Feneis.

Text und Bilder: Johannes Zierock, Schriftführer und Pressebeauftragter
30. Juli 2012