KAB: Besuch der Integrierten Leitstelle Weiden - 12.06.2013

Optimierte Hilfeleistungen durch Rettungsdienste, Feuerwehren und weitere Einsatzkräfte Besuch der KAB St. Konrad bei der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz Weiden.

Der Einladung der KAB St. Konrad zum Besuch der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz (ILS) in Weiden, Ulrich-Schönberger-Straße 11 a, am Dienstagabend waren rund 30 Mitglieder gefolgt, ohne vorher zu wissen, welche große Bedeutung die ILS für die gesamte Nordoberpfalz hat. Einige meinten, dies sei eine Nebenorganisation zu dem ebenfalls in der Ulrich-Schönberger-Straße angesiedelten BRK-Kreisverband Weiden und Neustadt.

Tatsächlich aber, so erklärte dies der Leiter der ILS Herbert Putzer, ist die Integrierte Leitstelle ein eigenständiger Zweckverband für die Landkreise Tirschenreuth, Neustadt a. d. Waldnaab und die Stadt Weiden. In erster Linie soll damit der Rettungsdienst und die Feuerwehralarmierung bis hin zum Katastrophenschutz für ein Gebiet von rund 2.600 km², entspricht etwa der Größe des Saarlandes, gewährleistet werden. Im Übrigen ist gegenseitige Unterstützung auch über die Gebietsgrenzen hinaus selbstverständlich.

Für die 224 000 Menschen der Nordoberpfalz sind 227 Feuerwehren und eine Einheit des THW alarmbereit, wozu der Rettungsdienst vom BRK durch die zwei Kreisverbände Weiden-Neustadt und Tirschenreuth mit acht Rettungswachen sichergestellt wird. Die DRF Luftrettung ist mit dem Hubschrauber „Christoph 80“ gewährleistet. Weitere Rettungseinheiten ergänzen dieses Angebot. Als Beispiel nannte Putzer die Einsatzbereitschaft von annähernd 900 Fahrzeugen in der Notfallversorgung. Auch Notfallseelsorger werden eingesetzt, wobei sich der Präses der KAB St. Konrad, Dekan Johannes Lukas, aktuell im Katastrophengebiet Deggendorf-Fischerdorf befand, wo auch eine Gruppe der Weidener Feuerwehr vor allem mit Ölbindemitteln im Einsatz ist.

Nach einer Führung durch das Haus übernahm der Schichtleiter der Leitstelle, Alexander Ermer, die weitere Führung. Dabei erläuterte er die Organisationsstruktur insbesondere für die Leitzentrale. Bei den Einsätzen, die von den Bürgern über die Ruf-Nummer 112 aufgerufen werden, betreffen etwa zwei Drittel der täglich rund 400 Anrufe den Rettungsdienst und ein Drittel die Feuerwehr. Die Disponenten der ILS koordinieren dazu die notwendigen Hilfen und schicken auf dem schnellsten Wege die Einsatzfahrzeuge los, wobei „Christoph 80“ in 2012 auf über 1000 Einsätze kam.

Die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz ist seit dem 26. April 2012 im Vollbetrieb tätig und wurde offiziell am 22. Dezember 2012 mit dem Bayerischen Innenminister eingeweiht.

KAB-Vorsitzender Herbert Ditz bedankte sich bei Putzer und Ermer im Namen aller für die ausgezeichneten Erläuterungen dieser für die gesamte Bevölkerung so wichtigen Einrichtung.

Text + Bilder: Johannes Zierock, Schriftführer und Pressebeauftragter
26. Juni 2013